Samstag, 31. Oktober 2015

[Blogtour] Kleiner Fuchs, großer Himmel


Heute macht die Blogtour zum Kinderbuch Kleiner Fuchs, großer Himmel, die von der lieben Rabenmutti ins Leben gerufen wurde, bei mir Halt.

Mein Thema: Über den Tod bloggen.

Ich möchte euch erzählen, warum ich bei dieser Blogtour unbedingt mitmachen wollte und auch warum ich dieses Thema gewählt habe.

Mich hat das Thema "Tod" nie sonderlich interessiert. Klingt vielleicht blöd. Aber so muss ich es leider ausdrücken.
Ich habe keine großen Erfahrungen machen können. Der Vater meiner Mutter starb als sie noch ein Baby war. Der Vater von meinem Vater hat sich im Wald verbrannt als ich 10 war. Es gab keine Beerdigung um eigentlichen Sinne. Und ich durfte damals nicht dabei sein. Alle anderen Familienmitglieder leben, Gott sei Dank, noch.

Der nächste Tod mit dem ich in Berührung kam, war dann erst 2013. Ich habe an einer Schule für Kinder mit Behinderungen gearbeitet, darunter waren auch schwerstbehinderte Kinder. Ein Mädchen in meiner Klasse hatte schwere gesundheitliche Probleme und war ganz selten da. Ich habe sie vielleicht 3 oder 4 Mal gesehen, als die Nachricht uns erreichte, dass sie gestorben ist.
Das war natürlich super traurig und die gesamte Klasse ist zur Beerdigung. Nur ich nicht. Ich konnte nicht. Ich wollte nicht, dass meine erste Beerdigung die eines Kindes ist.


Nun, da ich selbst einen kleinen Sohn habe, der früher oder später Erfahrungen machen wird, wollte ich mich mit dem Thema mal ein bisschen mehr auseinander setzen. Damit ich ihm eine gute Stütze und Hilfe sein kann, wenn er Fragen hat, wenn er nicht weiß wie er damit umgehen soll.
Als Mutter setzt man sich mit Themen auseinander, mit denen man sich vorher nie auseinander gesetzt hat. Das wird mir immer wieder bewusst.

Mir ist inzwischen klar, dass der Tod zum Leben gehört und ein wichtiges Thema ist. Diesen Gedanken habe ich bisher immer verdrängt, weil ich mir bisher nicht vorstellen konnte und wollte, dass ein Familienmitglied irgendwann nicht mehr da sein wird.
Nun da wir eine sehr große Familie sind (mein Verlobter hat zig Tanten und Onkels mit eigenen Familien..) wird es unweigerlich also viele Erfahrungen geben.

Und darauf möchte ich vorbereitet sein. Denn irgendwann ist mein Sohn alt genug um Fragen zu stellen, um Dinge wissen zu wollen und diese möchte ich ihm beantworten und erklären können.

So, genug dazu.
Die Rezension zum Buch, habe ich gestern veröffentlicht. Ihr könnt sie hier finden.

Aber bis dahin könnt ihr euch ja mal das Gewinnspiel zur Blogtour anschauen:



Hinterlasst mir einfach einen Kommentar und erzählt mir ob ihr bereits Erfahrungen sammeln musstet (Ausführlich wäre schön, ihr müsst aber nicht ins Detail gehen, wenn ihr das nicht möchtet.) Und wenn ihr Kinder habt, wie sind die damit umgegangen, wie habt ihr es ihnen erklärt?
Damit wandert ihr im Lostopf!

Teilnahmebedingungen:
*Teilnahme ab 18 Jahren oder mit der Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten
*Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und der Schweiz.
*Teilnahme bis 04. November 23.59 Uhr
*Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen
*Der Gewinner wird per Losverfahren ermittelt.



Außerdem dürft ihr auch bei den anderen Teilnehmern vorbei schauen:

27.10 - Autoreninterview bei buchreisender.de
28.10 - Job einer Illustratorin bei ungeduldsfaden.de
29.10 - Angst vor dem Tod bei familiewitz.de
30.10 - Wiedergeburt bei mabaki.de
01.11 - Der Tod früher und heute bei annasbuecher1991.blogspot.de
02.11 - Der Tod gehört zum Leben bei marie-testexemplar.de

Kommentare:

  1. Ich bin Erzieherin und musste vor knapp 5 Jahren im Kindergarten eine furchtbare Erfahrung machen.
    Die Eltern eines meiner Kitakinder waren seit kurzem getrennt und der Vater holte ihn und seine ältere Schwester bei der Mutter ab. Auf dem Weg zur Wohnung des Vaters krachte er mit dem hinteren Teil seibes Autos gegen einem Traktor. Genau saß der Junge. Seine ältere Schwester und der Vater wurden nur leicht verletzt, der Junge kam schwerst verletzt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus, wo er aber kurze Zeit später starb.
    Den anderen Kindern aus der Gruppe das zu erklären warum sehr schwer!

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  2. Ich war als Kind auf der Beerdigung meines Opas und fand das nicht so toll. Ich habe das alles nicht so ganz realisieren können und war deshalb auch nicht wirklich traurig. Fand es nur sehr traurig anzusehen, wie traurig mein Vati war.

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  3. Da hast du völlig Recht. Irgendwann sind sie alt genug um Fragen zu stellen. Meine 4 Jährige hat interessanter Weise vor kurzem ihre Uroma verloren und hat das völlig gefasst aufgenommen und konnte super gut damit umgehen. Ich denke aber, je älter sie werden und je intensiver das Verhältnis zum Verstorbenen war wird es um so schwieriger. Aber der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu.

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  4. Hallo,

    ja, leider musste ich schon Erfahrungen mit dem Tod sammeln, da bereits mein Opa und seit ein paar Jahren auch meine Oma gestorben sind... es war für mich jedes mal eine unglaublich schwere Erfahrung...

    LG

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